Nach dem Tode von Sr. Veronika hat die Einsiedelei „Maria Blut“ am St. Johanner Niederkaiser mit Sr. Wilbirg wieder eine neue Einsiedlerin bekommen.
Unter großem Einsatz hatten die Feller-Schützen von 1992 bis 1995 die Einsiedelei „Maria Blut“ renoviert und so die Voraussetzung geschaffen, dass dieses Kleinod wieder bewohnbar wurde. 2001 wurde mit Sr. Veronika Karner eine Einsiedlerin gefunden, die vielen Menschen Beistand in seelischen Nöten gegeben hat. Ihr Tod im Jahre 2008 hat eine große Lücke hinterlassen.
Als Nachfolgerin wurde nun Sr. Wilbirg Wakolbinger zur neuen Einsiedlerin gewählt. Sr. Wilbirg wurde in St. Peter am Wimberg, im oberösterreichischen Mühlviertel geboren und ist dort aufgewachsen. Nach ihrem Eintritt zu den Kreuzschwestern wirkte sie als Kindergärtnerin und Internatserzieherin in Oberösterreich. Seit 2 Jahren lebte sie bereits als Einsiedlerin in Unzmarkt-Frauenburg, einem steirischen Ort zwischen Judenburg und Murau. Diese Zeit wurde ihr von ihrer Ordensgemeinschaft für eine Entscheidungsfindung gewährt. Ihr Entschluss zur Einsiedlerin hat sich in der Zeit gefestigt. Nach dem sie früher schon Kontakt zu Sr. Veronika hatte und von dem St. Johanner Kleinod gehört hatte, war sie glücklich, dass die Wahl auf sie gefallen ist. Sie darf nun nach ihrer Berufung zur Einsiedlerin auch weiterhin als Kreuzschwester leben. Ihre Aufgabe als Einsiedlerin sieht sie im „DA-SEIN“ vor Gott und für Gott und die Menschen. Sr. Wilbirg hat bereits ein herzliches „Vergelt’s Gott“ ausgesprochen für die freundliche Aufnahme und für alle Hilfe, die ihr in reichlichem Maße zuteil wurde und freut sich darauf, viele Menschen Bestand geben zu können. Sr. Wilbirg muss wohl schon beim Eintritt in den Orden ihre Zukunft als Einsiedlerin geahnt haben, hat sie doch den Namen der seligen Wilbirg von St. Florian bei Linz angenommen, einer bedeutenden Klausnerin und Mystikerin des 13. Jahrhunderts.
Sr. Wilbirg wurde von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates von Unzmarkt-Frauenburg mit ihren Habseligkeiten zu ihrem neuen Zuhause gebracht. Den Feller-Schützen St. Johann in Tirol war es ein Bedürfnis, Sr. Wilbirg beim Einzug zu helfen, ist doch gerade ihnen die Einsiedelei durch die Renovierung ans Herz gewachsen.
Hans Kowatsch